{"id":306,"date":"2014-03-22T17:23:04","date_gmt":"2014-03-22T17:23:04","guid":{"rendered":"http:\/\/die-gruenen-meppen.de\/?p=306"},"modified":"2014-03-22T17:23:04","modified_gmt":"2014-03-22T17:23:04","slug":"wo-bleibt-der-%e2%80%9emenschenwohlberater%e2%80%9c","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-emsland-mitte.de\/?p=306","title":{"rendered":"Wo bleibt der \u201eMenschenwohlberater\u201c?"},"content":{"rendered":"<p>Chemie-Professor Dr. Manfred Grote kritisiert zu geringe Abstandsfl\u00e4chen zwischen Tierst\u00e4llen und Wohnbev\u00f6lkerung<\/p>\n<p>Auf Einladung der B\u00fcrgerinitiative Meppen referierte am Mittwochabend der emeritierte Paderborner Chemie-Professor Dr. Manfred Grote im gut besuchten Kolpinghaus \u00fcber die Risiken des Antibiotikaeinsatzes in der Massentierhaltung sowie die Gefahren der von derartigen Stallanlagen ausgehenden St\u00e4ube.<br \/>\nIn seinem Vortrag legt Prof. Grote zun\u00e4chst dar, dass ausgerechnet in Deutschland der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung nicht hinreichend eingeschr\u00e4nkt bzw. unterbunden worden ist. Jahrelang wurden und werden Antibiotika zum Teil bis heute prophylaktisch bzw. metaphylaktisch eingesetzt: Auch wenn sich in einem Bestand nur vereinzelt erkrankte Tiere befinden, so werden alle antibiotisch abgedeckt, um eine Ausbreitung der Erkrankungen zu unterbinden. Das Kernproblem dieser breiten Anwendung von Antibiotika in der Massentierhaltung besteht darin, dass sie auf diesem Wege Eingang in die Nahrungskette finden. Nicht nur im Fleisch geschlachteter Tiere lassen sich Antibiotika-R\u00fcckst\u00e4nde finden, sondern auch in Pflanzen wie Porree oder Kohl, die mit antibiotikaverseuchter G\u00fclle ged\u00fcngt werden. Die Aufnahme dieser Stoffe durch Menschen bef\u00f6rdert die Ausbildung von Antibiotikaresistenzen mit der Folge, dass gef\u00e4hrliche Krankheiten, die prinzipiell mithilfe von Antibiotika behandelbar w\u00e4ren, nicht mehr geheilt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nAllerdings beschr\u00e4nken sich die Risiken der Massentierhaltung nicht auf den zu intensiven Gebrauch von Antibiotika. F\u00fcr Personen, die in unmittelbarer N\u00e4he derartigen Stallanlagen leben, gehen erhebliche Infektionsrisiken auch von den sog. Stallst\u00e4uben aus, sodass bereits nach heutiger Rechtslage Abstandsfl\u00e4chen von 300 bis zu 500 Metern zwischen Schweine- bzw. H\u00fchnerhaltungsanlagen einzuhalten sind. Prof. Grote machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass diese Abst\u00e4nde aufgrund aktueller Forschungsergebnisse noch als deutlich zu gering bemessen angesehen werden m\u00fcssen. Hiernach m\u00fcssen die Anwohner damit rechnen, einer gesundheitssch\u00e4dlichen Keimbelastung ausgesetzt zu werden, die \u00fcber das allgemein bestehende Risiko deutlich hinausgeht. Die Stallst\u00e4ube f\u00fchren massive Gesundheitsgefahren insbesondere f\u00fcr chronisch Kranke, \u00e4ltere Menschen und Kinder. Ein weiteres bisher ungel\u00f6stes Problem besteht darin, dass gef\u00e4hrliche Keime durch Fliegen und andere Insekten aus den Stallanlagen hinaus in die H\u00e4user der Anwohner getragen werden.<br \/>\nAngelehnt an das Angebot eines Anbieters f\u00fcr Abluftanlagen, der den Landwirten einen \u201eTierwohlberater\u201c zur Verf\u00fcgung stellt, betonte Herr Prof. Grote, dass in Gebieten wie der Stadt Meppen, in denen eine sehr hohe Dichte an gro\u00dfen St\u00e4llen besteht, eher Bedarf best\u00fcnde, insbesondere den Entscheidungstr\u00e4gern einen \u201eMenschenwohlberater\u201c an die Seite zu stellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chemie-Professor Dr. Manfred Grote kritisiert zu geringe Abstandsfl\u00e4chen zwischen Tierst\u00e4llen und Wohnbev\u00f6lkerung Auf Einladung der B\u00fcrgerinitiative Meppen referierte am Mittwochabend der emeritierte Paderborner Chemie-Professor Dr. Manfred Grote im gut besuchten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-306","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gruene-emsland-mitte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/306","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gruene-emsland-mitte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gruene-emsland-mitte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-emsland-mitte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-emsland-mitte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=306"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gruene-emsland-mitte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/306\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":307,"href":"https:\/\/gruene-emsland-mitte.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/306\/revisions\/307"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gruene-emsland-mitte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=306"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-emsland-mitte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=306"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-emsland-mitte.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=306"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}