Frieden braucht Dialog- Perspektiven für Menschlichkeit

Frieden braucht Dialog- Perspektiven für Menschlichkeit

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Lage in Gaza, dem Westjordanland und Israel bewegt uns alle zutiefst. Wir wollen gemeinsam wollen wir genauer hinsehen, verstehen und diskutieren, welche Perspektiven es für Frieden und Menschlichkeit gibt.
Auch weil glauben, dass wir solche Diskussionen gerade auch innerhalb der Grünen Partei führen müssen.

Wir freuen uns sehr, besondere Gäste begrüßen zu dürfen:

✨ Max Lucks, Mitglied des Bundestages (Bündnis 90/Die Grünen)
Mitglied des Bundestages, engagiert sich besonders in den Bereichen Außenpolitik, Menschenrechte und queere Belange.

✨ Francis Dubois (ehem. United Nations)
Ehemaliger UN-Vertreter mit langjähriger Erfahrung im Nahen Osten, u. a. als Leiter des UN-Büros im Irak und stellvertretender Koordinator des Generalsekretärs in Palästina.

✨ Moderation: Julian Pahlke (Mitglied des Bundestages a.D. , Bündnis 90/Die Grünen)

📅 Datum: Dienstag, 02. September
🕠 Uhrzeit: 17:30 Uhr
📍 Zoom (nur mit Anmeldung)

Wir bitten um eine kurze Voranmeldung unter folgendem Link: https://eu02web.zoom-x.de/meeting/register/NgE1LL49QjSM_Du52VMGvg

Lasst uns gemeinsam ins Gespräch kommen für Dialog, Empathie und neue Perspektiven.

Herzliche Grüße
Dein Ortsverband Emsland Nord

Fachgespräch zum Thema Häusliche Gewalt

Fachgespräch zum Thema Häusliche Gewalt

Der Vorstand des Ortsverbandes Emsland-Mitte organisierte am 29.08. ein Fachgespräch zum Thema Häusliche Gewalt in Haselünne. Als Redner*innen eingeladen waren Evrim Camuz (MdL, u.a. Mitglied im Ausschuss für Rechts- undVerfassungsfragen des nds. Landtages, Sprecherin für Rechtspolitik und Verfassungsfragen, Verfassungsschutz und Informationsfreiheit von Bündnis 90/ Die Grünen Niedersachsen), Nicolas Mülbrecht Breer (MdL, Mitglied im Petitionsausschuss des nds. Landtages, Mitglied im Stadtrat Haselünne und im Kreistag des Landkreis Emsland, Sprecher für Arbeit, Psychiatrie, Menschen mit Behinderung und Petitionen von Bündnis 90/ Die Grünen Niedersachsen), Rita Gödde-Zink (Geschäftsführerin des SkF Meppen/Emsland-Mitte und seit über 30 Jahren beim SkF Meppen tätig) und Bianca Farwick (Geschäftsführerin des SkF Nordhorn/ Ems-Vechte). Moderiert wurde die Veranstaltung von David Duong und Sophie Koopmann (Beisitzer des OV Emsland-Mitte)

Um 17 Uhr versammelten sich viele Interessierte in den Räumlichkeiten des Heimatmuseum Haselünne, um dem Fachgespräch zu lauschen. Erst berichteten Rita Gödde-Zink und Bianca Farwick über ihre Arbeit beim SkF und insbesondere die Situation in den regionalen Frauenhäusern. Sie betonten, dass es zwar keine großen Engpässe bei den Plätzen in den niedersachsenweit verteilten Frauenhäusern gibt, aber dass es im Anschluss an den Aufenthalt dort sehr schwer für die Frauen und ihre Kinder ist, eine passende Wohnung zu finden. Es werden zwar immer wieder soziale Wohnprojekte geplant, hierbei wird der Fokus aber nicht genug auf Frauen mit mehreren Kindern gelegt. Außerdem berichteten sie über das Beratungsangebot im Emsland zum Thema häusliche Gewalt (mit dem Inkrafttreten des neuen Gewaltschutzgesetzes 2002 wurde beim SkF die Beratungsstelle „BISS“ eingerichtet) und stellte uns viele Zahlen und Fakten zum Thema in der Region vor. Es wurde in ihrem Vortrag klargestellt, dass häusliche Gewalt nicht nur Frauen betrifft, sondern dass immer wieder auch Männer und queere Personen Opfer werden. Auch für diese Personengruppen gibt es passende Hilfsangebote in der Region. Das Frauen- und Kinderschutzhaus für das Einzugsgebiet Emsland-Mitte/Emsland-Nord ist rund um die Uhr unter der Nummer 05931 7737 erreichbar und hilft ALLEN Personen, die Hilfe benötigen.

Im Anschluss an den Vortrag des SkF berichtete Evrim Camuz über die Einführung der elektronischen Fußfessel (nach dem spanischen Modell) im Zuge des Gesetzentwurfes zur Änderung des niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes. Durch die Fußfessel, welche der Täter trägt und eine GPS-Einheit, welche das Opfer trägt, kann rund um die Uhr eine geographische Distanz zwischen Täter und Opfer gewährleistet werden, ohne dass sich Opfer von häuslicher Gewalt räumlich einschränken müssen.

Nicolas Mülbrecht Breer ging im Anschluss auf die Wohnungssituation im Emsland ein und berichtete über das Projekt Second Stage, das Frauen und ihren Kindern nach einem Aufenthalt in einem Frauen- und Kindergewaltschutzhaus eine Übergangswohnung vermittelt, in der sie eigenständig leben, aber doch noch die Hilfe von sozialpädagogischen Fachkräften in Anspruch nehmen können. So verringert sich die Aufenthaltsdauer in Frauenhäusern und es kann in Ruhe nach einer endgültigen Wohnung gesucht werden. Dort können Frauen mit oder ohne Kinder einziehen, die aus den unterschiedlichsten Gründen noch nicht dazu bereit sind, ihren Alltag ohne Hilfe zu bewältigen oder die aufgrund besonderer Umstände nicht in einem Frauen- und Kinderschutzhaus aufgenommen werden können.

Im Anschluss wurden noch viele Fragen und Anmerkungen aus dem Publikum beantwortet und es entwickelte sich ein bereicherndes Gespräch, aus dem alle etwas für sich mitnehmen konnten.

Wir bedanken uns bei allen Redner*innen und dem Publikum für dieses wirklich interessante Fachgespräch.

Einladung zum Fachgespräch zum Thema häusliche Gewalt

Wir, der Ortsverband Emsland-Mitte laden euch alle recht herzlich ein, am Fachgespräch mit Evrim Camuz (Sprecherin für Rechtspolitik) und Nicolas Mülbrecht Breer (Sprecher für Psychiatrie) teilzunehmen. Das Thema ist häusliche Gewalt und wir wollen über aktuelle Herausforderungen in diesem Bereich, Angebote zur Unterstützung Betroffener und politischen Handlungsbedarf auf diesem Feld sprechen. Wir freuen uns auf einen regen Austausch und viele interessierte Gäste.

Grüne Kreisverbände im Norden verurteilen Vorgehen der EWE scharf – Gasdeal vor Borkum empört Küstenregion (PM)

Grüne Kreisverbände im Norden verurteilen Vorgehen der EWE scharf – Gasdeal vor Borkum empört Küstenregion (PM)
Roter Schriftzug liegt auf dem Strand. Text: STOP GAS
STOP GAS Schriftzug am Strand von Borkum, Foto: Ralf Nehe

Emsland/Nordwesten, 16.Juli 2025, Die Nachricht schlug am Dienstag ein wie ein Blitz: Die EWE hat nach eigenen Angaben bereits einen Vertrag mit dem Gasförderunternehmen One-Dyas geschlossen, noch bevor überhaupt ein finales grünes Licht für die Gasbohrungen vor Borkum vorliegt. Damit soll das Gas, das durch die hochumstrittene Förderung direkt vor der Nordseeinsel gewonnen werden soll, über die EWE vertrieben werden.

Für die Menschen in der Region ist das ein Tritt vors Schienbein. Die Empörung ist groß, nicht nur auf Borkum, sondern entlang der gesamten Küste und im Hinterland. Die Grünen-Kreisverbände aus dem nordwestlichen Raum zeigen sich erschüttert und verurteilen dieses Vorgehen auf das Schärfste.

„Ein Unternehmen, das sich selbst als ‚tief in der Region verwurzelt‘ beschreibt und laut eigener Website Maßstäbe beim Klimaschutz setzen will, schließt hinter dem Rücken der Bevölkerung einen Gasdeal, der alles andere als zukunftsweisend ist“, kritisieren die Grünen.

Die auf der offiziellen EWE-Webseite formulierten Werte Verantwortung, Nachhaltigkeit, Rückhalt durch die Bevölkerung stehen im krassen Widerspruch zu den aktuellen Entwicklungen. Während Kommunen, Umweltverbände, Tourismus- und Fischereiwirtschaft sowie viele Bürger*innen in der Region gegen die Zerstörung sensibler Meeresökosysteme kämpfen, werden bereits Fakten geschaffen ohne Transparenz, ohne demokratische Legitimation, ohne Rücksicht und das als kommunales Unternehmen.

„Dieser Alleingang ohne Transparenz untergräbt das Vertrauen in die EWE. Wer so handelt, verspielt seine Glaubwürdigkeit in der Energie- und Klimawende.“

Die Kreisverbände der Grünen im nordwestlichen Niedersachen fordern von der EWE einen sofortigen Stopp jeglicher vertraglicher Bindungen im Zusammenhang mit dem Borkum-Gasprojekt. Außerdem verlangen sie umfassende Transparenz, eine öffentliche Aufarbeitung des Vorgangs und ein klares Bekenntnis zu echter Klimaverantwortung.

„Wir sagen Nein zu klimaschädlichen Gasbohrungen vor unserer Küste. Und wir sagen Nein zu einem Konzern, der schöne Worte nach außen trägt, aber Deals gegen die Zukunft unserer Region macht.“

Liste der Kreisverbände

    Ammerland
    Aurich-Norden
    Cloppenburg
    Emden/Ostfriesland
    Emsland
    Friesland
    Leer/Ostfriesland
    Oldenburg Land
    Oldenburg Stadt
    Wesermarsch
    Wittmund

Sommerfest der Grünen Emsland-Mitte

Sommerfest der Grünen Emsland-Mitte

Am 15.7. fand unser alljährliches Sommerfest der Grünen Emsland-Mitte statt. Martina hat uns in ihren wunderschönen Garten eingeladen, wo wir uns um 18 Uhr trafen und einen tollen Sommerabend bei netten Gesprächen verbrachten, in denen es ausnahmsweise einmal weniger um Politik und mehr um den persönlichen Austausch ging. Zwischendurch gab es den ein oder anderen Regenschauer, welcher uns die gute Stimmung aber nicht verhageln konnte. Es gab kühle Getränke und ein tolles Buffet, bestehend aus den verschiedensten Leckereien, die jede*r von uns mitgebracht hat. Es war ein gelungenes Fest und wir freuen uns alle, es nächstes Jahr zu wiederholen.

Vielen Dank an Martina, für deine Gastfreundschaft, die Getränke, den tollen Blumenschmuck und die Mühe, die du dir jedes Jahr aufs Neue gibst, um uns ein schönes Sommerfest zu bereiten!

CSD in Leer

CSD in Leer

Am 12. Juli besuchten einige Mitglieder des Ortsverbandes Emsland-Mitte gemeinsam den vierten CSD in Leer. Gefolgt waren sie einer Einladung des KV Leer der Grünen, die mit einem Infostand auf dem Christopher Street Day vertreten waren. Das Motto des diesjährigen CSD lautete: „Nie wieder still – Leer bleibt bunt“. Und das beschreibt treffend die Stimmung, die an diesem Tag auf dem Liesel-Aussen Platz direkt am Zollhaus herrschte. Es war ein buntes, lautes und schönes Fest, das die Vielfalt feierte und auf dem Jede*r sich zeigen durfte, wie er*sie ist. Fröhliche, feiernde Menschen, wohin das Auge auch blickt. Das lässt schnell vergessen, wofür man sich heute hier versammelt hat. Nämlich dafür, die immer stärker werdende Intoleranz und Diskriminierung gegen queere Menschen zu bekämpfen. Gerade in der heutigen Zeit ist dies wieder wichtiger geworden. Das stellten auch die vielen Redner*innen auf der Bühne klar, die vor dem musikalischen Programm die Gelegenheit hatten, ihre Statements abzugeben. Lüder Müller von den Grünen Leer betonte auf der Bühne, „dass niemand aufgrund seiner sexuellen Identität benachteiligt werden darf. Hier ginge es nicht nur um den Diskriminierungsschutz, sondern vor Allem um die Wahrung der Individualität und Vielfalt“, stellte Lüder klar. Hierfür stehen auch wir Grünen im Emsland.

Vielen Dank für die Einladung an den KV Leer. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.

Hier noch ein paar Daten von weiteren CSDs in der Nähe:

30.08. Münster

30.08. Aurich

20.09. Delmenhorst

11.10. Norden

OV-Mitgliedertreffen am 11.06.2025

OV-Mitgliedertreffen am 11.06.2025

Beim OV-Mitgliedertreffen am 11.06.2025 im Kolpinghaus Meppen durften wir die beiden Organisationen „Omas gegen Rechts Meppen“ sowie „Terre des Hommes“ (TDH) aus Osnabrück als Gäste begrüßen. Beide Organisationen leisten wertvolle Beiträge für Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt – sowohl in unserer Region als auch international.

Omas gegen Rechts Meppen

Die Präsentation der Omas gegen Rechts durch Birgit Trockel-Willeke und Christine Lüpken war äußerst inspirierend. Es wurde deutlich, wie wichtig lokales zivilgesellschaftliches Engagement ist. Die Gruppe der Omas gegen Rechts Meppen die Anfang 2024 im Zuge der ersten Demo Gegen Rechts in Meppen gegründet wurde, vereint inzwischen rund 30 Mitglieder, von denen 10 aktiv an Aktionen beteiligt sind. Besonders beeindruckend ist die Offenheit der Omas: Jede und jeder ist herzlich eingeladen, sich zu engagieren, nicht nur Großmütter!

Die Omas setzen sich mit großem Engagement für unsere Demokratie und gegen Rechtsextremismus ein. Mit vielfältigen monatlichen Aktionen zeigen sie im Emsland Präsenz und sorgen dafür, dass gesellschaftliche Themen sichtbar bleiben. Die Großveranstaltung „Meppen Hand in Hand für Demokratie und Menschenrechte“ im Februar 2025 war dabei ein eindrucksvolles Beispiel für ihren Einsatz und die Fähigkeit, viele Menschen zu bewegen. Wir als Grüne Emsland-Mitte sind froh, die Omas gegen Rechts im vergangenen Bundestagswahlkampf an unserer Seite gewusst zu haben: so wurde als Beispiel aus Nachbarständen der Omas und der Grünen in Haren im Bundestagswahlkampf ein gemeinsamer Wahlkampf für die Demokratie.

Die nächsten Aktionen – wie das Angebot von Kaffee und Kuchen in der Innenstadt sowie die Initiative zur Aufstellung einer Bank gegen Rassismus – bieten hervorragende Möglichkeiten, sich einzubringen und klare Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Uns beeindruckt besonders die Transparenz und die kontinuierliche Informationsarbeit der Omas über verschiedene Kanäle (Homepage, Facebook, Instagram).

v.l.n.r.: Anna Büschemann (TdH), Nina Nakonetzki, Sandra Basenius, Anna Hanses, Johannes Kleene, Sophie Koopmann, Martina Markus, Khalid Sadaat (TdH)

Terre des Hommes Osnabrück

Mit Anna Büschemann und Khalid Sadaat hatte Terre des Hommes zwei engagierte Vertreter*innen vor Ort, die einen sehr eindrucksvollen Einblick in die internationale Kinder- und Frauenrechtsarbeit in Afghanistan gaben. Die Arbeit von TDH ist mit Projekten in 47 Ländern, langjähriger Erfahrung seit 1960 und gezielter Unterstützung von Kindern und Familien in Not weltweit sehr wichtig. Khalid Sadaat gab den Mitgliedern von B90/Die Grünen Emsland Mitte einen wert- und eindrucksvollen aber durchaus auch nachdenklich stimmenden Einblick in seine Arbeit vor Ort.  Der Einblick in die schwierige Situation afghanischer Projektmitarbeitender unter den Taliban war bewegend. Die konsequente Arbeit der Terre des Hommes Projekbetreuer*innen vor Ort ist ein Beleg für ihr großartiges humanitäres Engagement, das gerade in Anbetracht der aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland wichtiger denn je sein wird. Mehr über Terre des Hommes Osnabrück unter: https://www.tdh.de/ 

Durch die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden (etwa durch das Versenden von Aktionspaketen an Abgeordnete), zeigt TDH, wie politisches Engagement und gesellschaftliche Solidarität Hand in Hand gehen können!

Fazit

Das Angebot von TDH eine Ausstellung gemalter Bilder der afghanischen Frauen zu organisieren, wird intern nochmal besprochen, denn mit der Ausstellung kann man niedrigschwellig auf das Thema aufmerksam machen. 

Beide Organisationen zeigen eindrucksvoll, wie notwendig und wirkungsvoll zivilgesellschaftliches und humanitäres Engagement durch NGO’s in unserer Zeit ist. Wir als Verband sind sehr dankbar für die authentischen, informativen und bewegenden Beiträge beider Gruppen.

Wir blicken zufrieden und motiviert auf das OV-Mitgliedertreffen zurück und danken den beiden Organisationen für ihren wertvollen Input. Wir werden den Austausch und die Zusammenarbeit zukünftig weiterführen und unterstützen!

Gez. OV-Vorstand, 07.07.2025

Besuch der Grünen Emsland-Mitte in der Seehundstation Norddeich

Besuch der Grünen Emsland-Mitte in der Seehundstation Norddeich

Am 21.06.2025 machten sich einige Mitglieder der Grünen Emsland-Mitte auf den Weg nach Norddeich. Mit dem Zug angekommen machten wir zuerst Pause in einem Café, um uns bei einem leckeren Cappuccino in gemütlicher Runde zu unterhalten. Im Anschluss ging es an den Strand. Dort genossen wir das herrliche Sommerwetter, picknickten und gestalteten ein paar schöne Strandbilder. Bei leckerem Essen, kühlen Getränken und angeregten Unterhaltungen, verging die Zeit wie im Flug.

Kunst am Strand

Mitglieder der Grünen Emsland-Mitte lauschen gespannt dem Vortrag der Referentin

Im Anschluss an unseren Strandbesuch, machten wir uns auf den Weg zur Seehundstation Norddeich, wo wir uns zuerst die Ausstellung ansahen. Nach der Fütterung der jungen Heuler, die dort aufgepäpppelt werden, um schnellstmöglich wieder in die Natur entlassen zu werden, gab es für uns einen informativen Vortrag über die Arbeit der Seehundstation. Die Referentin erklärte uns, wie die Pflege der Heuler erfolgt, um sie schnellstmöglich und ohne Gewöhnung an den Menschen, wieder in ihren natürlichen Lebensraum zu entlassen.

Fütterung der Heuler

Auch wurde uns erklärt, wie sehr der Mensch für die Störungen der säugenden Muttertiere verantwortlich ist, und daher dafür sorgt, dass immer wieder Heuler von ihren Müttern getrennt werden. Doch nicht nur Strandbesucher*innen sind ein Problem für die Tiere. Auch Arbeiten am Meeresgrund sorgen immer wieder für Störungen. Das (und auch die Gefahr, den Status als Weltkulturerbe Wattenmeer zu verlieren) sollte uns nochmals bewusst machen, wie wichtig es ist, auf die Gasbohrungen vor Borkum zu verzichten.

Auf dem Weg zum Strand

Der Ausflug war ein voller Erfolg und alle waren sich einig…das müssen wir unbedingt wiederholen.

Pressemitteilung aus dem Geester Blättchen

Pressemitteilung aus dem Geester Blättchen

Diskussion um zusätzliche Windparkflächen in der Gemeinde

Geeste – Grüne lehnen zusätzliche Flächen ab

Geeste, 30.05.2025 – In der Gemeinde Geeste wird derzeit rege über den Bau zusätzlicher Windenergieanlagen diskutiert. Zwei Investoren planen den Bau auf Flächen, die letztlich nicht in das finale Raumordnungsprogramm des Landkreises Emsland aufgenommen wurden. Eine Fläche befindet sich im Varloher Wald. Dieser ist Teil des Naturparks Bourtanger Moor – Veenland und umfasst ein Vorranggebiet für die Trinkwassergewinnung. Die andere Fläche befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet Rühler Moor. Gemäß der Beurteilung des NLWKN stellt dieses Gebiet einen wertvollen Lebensraum für Gast- und Wiesenvögel dar.

Der grüne Landtagsabgeordnete Nicolas Breer und die Grünen im Emsland lehnen diese beiden weiteren Flächen ab. „Es ist unser erklärtes Ziel, die Energiewende vor Ort umzusetzen. Die Landesregierung hat das neue Windgesetz so gestaltet, dass Anwohnende und Kommunen direkt finanziell profitieren können“, erklärt Nicolas Breer.

Bedenken hinsichtlich Natur- und Artenschutz

Klemens Grolle, für die Grünen im Kreisentwicklungsausschuss, stellt fest: „Der Landkreis Emsland ist seiner gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen und hat die notwendigen 3,07% der Kreisfläche für die Nutzung durch Windenergieanlagen ausgewiesen.“

Lokale Stimmen und der Ruf nach Bürgerbeteiligung

Ulrich Struck, Ratsmitglied in der Gemeinde Geeste vom Bündnis 90/Die Grünen, berichtet von zahlreichen Rückmeldungen aus der Gemeinde, die sich gegen die zusätzlichen zwei Ausweisungen aussprechen. „Wir haben das Gefühl, dass hier auf den Druck einzelner Investoren reagiert wird. So sollte Ratsarbeit nicht funktionieren“, so Struck. „In bisherigen Ratssitzungen zu den zusätzlichen Flächen hatte sich unsere Gruppe SPD/Grüne immer kritisch gegenüber einem voreiligen Handeln ausgesprochen und gegen die Ausweisung von zusätzlichen Flächen, z.B. im Wald.“

Forderung nach Klarheit und Information

MdL Nicolas Breer fordert einen transparenten Prozess:„Es ist entscheidend, dass alle Bürgerinnen und Bürger umfassend über das Vorgehen informiert werden.“

„Die Gemeinde Geeste hat mit bestehenden, bereits genehmigten Flächen zur Energiewende und zur Sicherung der kommunalen Finanzen beigetragen“, ergänzt Ulrich Struck.

Ulrich Struck (Ratsmitglied in Geeste für B90/DIE GRÜNEN) und MdL Nicolas Breer im Varloher Wald

Neuer Vorstand der Grünen in mittleren Emsland gewählt – Generationenwechsel und frische Impulse (PM)

Neuer Vorstand der Grünen in mittleren Emsland gewählt – Generationenwechsel und frische Impulse (PM)


Meppen, 8. Mai 2025 – Die Mitglieder des Ortsverbandes Emsland Mitte von Bündnis
90/Die Grünen haben im Kossehof in Meppen im Rahmen ihrer ordentlichen
Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Die Wahlbeteiligung war hoch
und aus insgesamt elf Kandidatinnen und Kandidaten wurde ein neuer, siebenköpfiger
Vorstand gewählt.

Zu neuen Sprecherinnen des Ortsverbandes wurden Anna Hanses (Haren) und Sandra
Basenius (Twist) gewählt. Sandra Basenius betont: „Wir freuen uns sehr über das große
Vertrauen und die breite Unterstützung. Unser Ziel ist es, die grünen Themen im
mittleren Emsland voranzubringen, die Positionen der Grünen im Emsland
weiterzuentwickeln und mehr Bürgerinnen und Bürger für eine sozial gerechte Politik
zu begeistern – insbesondere mit Blick auf die Kommunalwahlen 2026.“

Anna Hanses blickt optimistisch auf die kommenden 2 Jahre: „Mit einem qualifizierten
und vielfältigen Team wollen wir die Herausforderungen annehmen und der Vielzahl an
neuen Mitgliedern gerecht werden. Der Fokus des neuen Vorstandes wird sein, Präsenz
in den Städten und Gemeinden des mittleren Emslandes zu zeigen und den Austausch
zu den Themen soziale Gerechtigkeit, Energiewende sowie Klima- und Naturschutz
anzuregen.“

Einen Generationenwechsel gab es auf dem Posten des Schatzmeisters: Johannes
Kleene (Haren) übernimmt mit Weitblick auf die zukünftigen Veränderungen das Amt
von Martina Markus (Meppen), die dem Vorstand weiterhin als Beisitzerin mit ihrer
langjährigen Erfahrung zur Seite steht und so den Übergang aktiv begleitet.
Auch Nina Nakonetzki (Meppen) verstärkt künftig den Vorstand. Sie bringt ihre
langjährige Erfahrung aus der Arbeit bei der Grünen Jugend ein und bereichert das
Team mit ihrem Organisationstalent aus Veranstaltungen für NGOs.

David Duong (Haselünne) wird mit Know-how in den Themen Mobilität und ÖPNV neue Impulse
setzen, er ist mit seiner Tätigkeit im Jugendbeirat des Bundesministerium für Wohnen,
Stadtentwicklung und Bauwesen eine bedeutende Kraft. Sophie Koopmann (Haselünne)
möchte ebenso ihre Erfahrungen aus der Jugendparlamentsarbeit, insbesondere mit
Fokus auf die Gleichstellungspolitik in den Vorstand einbringen.

Ein besonderer Dank gilt dem bisherigen Vorstand, der unseren Ortsverband in den vergangenen 7 Jahren mit großem Engagement, Herzblut und Weitblick geführt hat. Die Mitglieder wissen die geleistete Arbeit und die hunderte ehrenamtlichen Stunden sehr zu schätzen. Auch nach der Übergabe stehen die Mitglieder des alten Vorstands weiterhin mit Rat und Tat zur Seite – dafür möchte der neue Vorstand und die Mitglieder sich ausdrücklich bedanken. Der Ortsverband freut sich darauf, gemeinsam an die erfolgreiche Entwicklung unseres Ortsverbandes anzuknüpfen und uns mit neuer Energie für die grünen Ziele im mittleren Emsland einzusetzen.

Niedersächsische Grüne besuchen Wasserstoffregion Emsland

Niedersächsische Grüne besuchen Wasserstoffregion Emsland

Zusammen mit Mandatsträger:innen und Vertretern der Grünen aus dem Emsland, nahmen rund 30 Grüne aus ganz Niedersachsen an einer Exkursion nach Lingen zum Thema Wasserstoff teil, die von Josef Voss aus der Landesgeschäftsstelle in Hannover organisiert worden war.

Im IT-Zentrum in Lingen wo sich die Geschäftsstelle der Wasserstoffregion Emsland („Hydrogen Valley Emsland“) befindet, wurden die Teilnehmer:innen der Exkursion von Kreisrat Michael Steffens begrüßt. Er stellte dar wie der Landkreis Emsland und die Stadt Lingen, zusammen mit den Unternehmen vor Ort, sich zu „der“ Wasserstoffregion in Niedersachsen“ zusammengeschlossen und entwickelt haben. Die damit verbundenen Perspektiven für die hiesige Wirtschaft sind zukunftsweisend und beinhalten viele Chancen, um die Energiewende zu nutzen und erfolgreich umzusetzen, stellte Steffens dar. Aktuell geht es z.B. beim Aufbau und der Realisierung des Wasserstoffnetzes darum, dass mit Unterstützung des Landkreises Emsland die Anschlüsse für die Teilhabe an der H2-Nutzung für die einzelnen Kommunen mitgeplant, finanziert und realisiert werden.

Anschließend gab der Geschäftsstellenleiter Tim Husmann einen Überblick über die vielen einzelnen Facetten zum Thema Wasserstoff und dessen Nutzung im Zuge der Energiewende. Mittlerweile gibt es im Emsland 19 verschiedene Wasserstoffprojekte. So betreibt z.B. der Energiekonzern RWE bereits Elektrolyseanlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Im vergangenen Jahr ging eine 14-MW-Pilotanlage in Betrieb, bis 2027 sind weitere 300 MW Elektrolysekapazität geplant. Außerdem wird in der Region eine Wasserstoff-Tankstelle betrieben und bestehende Erdgas-Fernleitungen werden für den Transport von Wasserstoff umgerüstet. Eine neue Turbinentechnologie im Kraftwerk Lingen ermöglicht die Rückverstromung von Wasserstoff, was das Potenzial der Region weiter erhöht.

Beim anschließenden Gespräch ging es vor allem um die Randbedingungen für die Herstellung von grünem Wasserstoff und dessen sinnvolle Einsatzmöglichkeiten. Als Einsatzschwerpunkt wird der Einsatz für stoffliche Prozesse in der Industrie, zum Beispiel bei der Stahlproduktion oder auch in der chemischen Industrie gesehen. Weitere Einsatzmöglichkeiten könnten sich möglicherweise im Schwerlastverkehr oder in der Schifffahrt ergeben. Deutlich wurde, dass dort, wo direkt elektrifiziert werden kann, die Priorität auf die Nutzung von elektrischer Energie gelegt werden muss, weil diese einen wesentlich höheren Wirkungsgrad und eine leichtere Verfügbarkeiten hat. Das betrifft z.B. den Einsatz von Wärmepumpen zum Heizen oder den Einsatz von Elektrobatterieantrieben im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs und der individuellen Mobilität.

Kritische Themen und Randbedingungen zur Nutzung von grünem Wasserstoff, wie der Ausbau der Strom- und Gasnetze, die Verfügbarkeit von Wasser für die Produktion, sowie die Akzeptanz in der Bevölkerung wurden ebenfalls diskutiert. Hier gilt es in den nächsten Jahren eine transparente Kommunikation zu betreiben, um die Effizienzsteigerungen der Herstellungsprozesse und der Einsatzmöglichkeiten zu kommunizieren.

Nach dem Mittagessen wurden die Grünen im Besucherzentrum von den Vertretern der RWE begrüßt. RWE ist ein wichtiger strategischer Partner in der Wasserstoffregion Emsland. Herr Heiko Eisert (Teamleiter Projekt- und GAS-Support) stellte die historische die geplante Entwicklung des RWE-Standortes Lingen dar.


Überblick über die Historie und Planungen der RWE am Standort Lingen (Quelle: Powerpointpräsentation der RWE zum Besuch der Grünen im Besucherzentrum der RWE in Lingen)

Nach der Stilllegung der Atomkraftwerke, ergeben sich aufgrund der bereits vorhandenen Infrastruktur (Gasnetz, Stromnetz und hinreichende Verfügbarkeit von Wasser, welches früher für die Kühlung des Atomkraftwerkes benötigt wurde) neue Perspektiven durch die Produktion von Wasserstoff. In Verbindung mit den zugehörigen Verteilnetzen zum Wasserstofftransport und den Speichermöglichkeiten werden wesentliche Bausteine zur Unterstützung der Energiewende geschaffen.

Den Abschluss bildete der Besuch des Geländes beim stillgelegten alten AKW. Vom Turm einer der Gaskrafturbinen hatten wir einen guten Überblick über das Gelände mit einzelnen Anlagen, die z.T. schon realisiert sind oder aber noch im Bau sind.

Bildunterschrift: Niedersächsische Grüne mit den Vertretern der RWE vor einem der Kühltürme auf dem Betriebsgelände in der Nähe von Hanekenfähr